Geschichte_07
Eine neue Flugzeughalle kommtDas Braunkohlen-Kombinat (BKK) Borna (Investor und Betreiber der Bandanlage) sah die Untragbarkeit dieses Zustandes ein, übernahm die alte Hallenbaracke (die ein weiteres mal Umsetzen nicht überstanden hätte als Reparaturstützpunkt u. Ersatzteillager für die Bandanlage. Dafür wurde als Ersatzinvestition eine neue Halle aus Barackenteilen, sowie eine Windengarage mit Kraftstofflager auf der Flugplatzseite errichtet. Zur Freude der Flieger erhielt diese Halle einen Betonfußboden, einen hohen gemauerten Sockel, größere Räume für die Einrichtung einer Flugleitung und wesentlich mehr Unterkunftsmöglichkeiten. Damit verbesserte sich die Unterbringung der Flugzeuge und Geräte entscheidend, auch die Flugleitung und die Wohnbedingungen der Flieger an den Wochenenden und bei Lehrgängen wurden komfortabler.
Besonders wichtig aber war, dass in der Halle alle, den Böhlener Fliegern zur Verfügung stehenden, Flugzeuge (das waren zeitweise bis 12 Stück, darunter 4 Doppelsitzer mit bis zu 1 8m Spannweite) im aufgerüsteten Zustand durch eingefuchste Hallenmeister“ eingefädelt werden konnten.
Das BKK Borna benötigte die Bandanlage Peres-Espenhain nach dem Aufschluss des Tagebaues ab 1975 nicht mehr. Nach dem Abbau der Bandanlage wurde die alte Halle wieder an die Segelflieger zurückgegeben. Die Flieger bauten 1978/79 in der alten Halle einen großen Aufenthalts- u. Unterrichtsraum sowie Unterkunftsräume aus, bereiteten den Bau von Wasch- und Toilettenräumen sowie einer kleinen Küche vor. Dafür und auch für die neue Außenverkleidung mit Platten waren wieder viele, viele Arbeitsstunden der Flieger geleistet worden. Ein Wasseranschluss war jetzt auch bald möglich. Die Segelflieger hatten es 1979 auch gerade geschafft eine Wasserleitung über 600m Länge an den Flugplatz heranzuführen. Aber diese besseren Bedingungen für Lehrgänge und Wochenendschulungen sowie auch Veranstaltungen konnten die Böhlener Flieger leider nur noch kurzzeitig nutzen.


