Geschichte_08

Die Trennung einiger Fluggruppen von Böhlen

Inzwischen hatten 7 Böhlener Segelflieger die Berechtigung als Segelfluglehrer erworben und weitere standen in der Ausbildung. Für den Flugbetrieb werden aber nicht nur Fluglehrer, sondern auch Flieger mit einer staatl. Berechtigung zum Bedienen der Schleppwinde, zum Warten der Rettungsfallschirme, zur Durchführung von Wartungsarbeiten u. Reparaturen an Flugzeugen, Flugleiter, und Prüfer notwendig. Durch ständige Ausbildung befähigter Piloten konnten auch hier die entsprechenden Qualifikationen erreicht werden und die Ausbildung der Flugschüler wurde für alle Ausbilder leichter.

Die Fluggruppen aus Böhlen, Altenburg und Espenhain/Borna waren zwischenzeitlich so gewachsen, dass die Kapazität des Flugplatzes an seine Grenzen kam. Da die Fluggruppen aus Altenburg und Espenhain genügend Schüler und Ausbildungsberechtigte für die Durchführung des Flugbetriebes hatten, versuchten diese auf geeignetem Gelände jeweils in der Nähe ihres Einzuggebietes, eigene Flugplätze zu errichten. Es entstanden die neuen Flugplätze Altenburg-Nobitz, Espenhain und Borna. Die Ausstattung mit Gebäuden, Ausrüstung und Ausbildern und auch andere Schwierigkeiten (in Altenburg die Nähe des Militärflugplatzes der Sowjetarmee, in Espenhain der Bau des Kraftwerkes Thierbach) reichte aber auf Dauer nicht aus weiter als Flugplatz zu bestehen. Auch die nach Abriegelung der Westgrenze 1961 ständig zunehmenden Restriktionen in Bezug auf Freigabe des Luftraumes für den Sportflug und auch die Kaderbestimmungen für Personen die im Flugsport tätig sein durften, trugen mit dazu bei. Deshalb wurden diese Flugplätze in den 70er Jahren wieder geschlossen und diese Segelflieger kamen wieder nach Böhlen zurück.