Geschichte_09

Endlich FIugzeugschlepp

1965 war die Oberflächenbeschaffenheit des Böhlener Flugplatzes soweit verbessert, dass er auf einem Teilstück für die Startart Flugzeugschlepp zugelassen wurde. Damit konnten Segelflugzeuge schnell auf größere Ausgangshöhen, die z.B. für den Kunstflug, für das Üben des Ausleitens gefährlicher Flugzustände, Auffinden und Erreichen von Aufwindfeldern erforderlich sind, gebracht werden. Für die Segelflieger eine sehr zweckmäßige und günstige Startart, die sie an einigen Flugbetriebstagen (ca. 8-10 pro Jahr) durchführen konnten. Wehte an solchen Tagen der Wind aus östlichen Richtungen erfolgte der Start über das Wohngebiet Böhlen-Nord. Da bei der Leistungsfähigkeit der damaligen Motorschleppflugzeuge die erreichte Höhe noch nicht zum Abkurven vor dem Wohngebiet ausreichte, bedeuteten diese Starts eine große Lärmbelastung (die Motoren waren auch wesentlich weniger lärmgedämpft als heutige Flugmotoren) für die dort Wohnenden. Die Meisten, ihnen galt u. gilt der Dank der Flieger dieser Zeit, haben es wohlwollend als unvermeidbare Begleiterscheinung ertragen, da man ja solche Tage pro Jahr an einer Hand abzählen konnte.